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Astrofotografie Nebel

M1 der Krebsnebel im Stier

Charles Messier war eigentlich auf der Suche nach Kometen (er hat 20 Kometen entdeckt oder wiederentdeckt) und wollte mit seinem Katalog, Galaxien, Nebel und Sternhaufen katalogisieren um Verwechslungen mit Kometen zu vermeiden.
M1, oder auch Messier 1, ist der erste Katalog Eintrag von Charles Messier in seinem berühmten Messier Katalog. Er hat den Supernova Überrest 1758 entdeckt.
Zeitzeugen in China, in Flandern und Nordamerika wußten von einem Tagstern zu berichten, der am 11. April 1054 zu sehen war. Heute wissen wir, dass es die Erstbeobachtungen von M1 waren.
Messier 1 ist 6300 Lichtjahre von uns entfernt. Er selber hat in etwa eine Ausdehnung von 11 x 7 Lichtjahren.
Der Krebsnebel dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 1500 km/s aus.
Aussergewöhnlich an M1 ist, dass in seinem Zentrum ein Pulsar zu finden ist.
Aufnahme vom 23.2.14 mit einer Canon D5 MK II an einem Orion Dall Kirkham 16″.
Nachgeführt mit einer Astro Physics 1200 GTO.
5 Aufnahmen zischen 300 und 430 Sekunden mit einer Gesamtbelichtungszeit von 28 Minuten bei ISO 800.
M1_Krebsnebel

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Astrofotografie Galaxien Supernovae

M82 im Einhorn

Ein astronomischer Leckerbissen, M82 mit einer Supernova.

Mitte Januar 2014 entdeckten Studenten in London dieses Supernova in der Zigarren Galaxie als Erste.
Die in der Zigarrengalaxie entdeckte Supernova SN 2014J zählt zu den nahegelegensten Supernovae der vergangenen Jahrzehnte.
Messier 82 (auch als NGC 3034, M82 bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie, die etwa 12 Millionen Lichtjahre entfernt ist.
Nicht weit entfernt findet man die Spiralgalaxie M81. Beide Galaxien stehen in Wechselwirkung.
Bei einem nahen Vorbeiflug an M81 vor etwa 500 Millionen Jahren ist die Galaxie M82 durch die Gezeitenkräfte dramatisch verändert worden.

M82 enthält in einem ihrer Sternhaufen die extrem helle Röntgenquelle M82 X-1 und wahrscheinlich Schwarzes Loch mit einer Masse von 200 bis 5000 Sonnenmassen.

Entdeckt wurde M82 1774 vom deutschen Astronom Bode.

Canon 5D MK III, 6 x 4 Minuten
Orion ODK 16″
Darks und Flats,
Gestact mit AstroArt
bearbeitet mit AstroArt 5, Fitswork, Photoshop, ACDSee
m82_mit_markierung_887m82_mit_darks_flats_139

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Astrofotografie Sonne, Mond und Sterne Stack Stacks Sternenhaufen Summenbild

Die Plejaden mit 180 mm aufgenommen

Die Plejaden, das Siebengestirn werden auch M45 oder auch Messier 45 genannt und sind mit einem 180 mm Objektiv aufgenommen.
Der offene Sternhaufen M45 ist im Sternbild Stier zu finden. Die Entfernung zu uns beträgt ca. 380 Lichtjahre.
Die Anzahl der Sterne wird mit mindestens 1200 Sternen angegeben.
Das Siebengestirn ist ca. 125 Millionen Jahre alt.
Der blaue Schimmer um die hellsten Sterne sind Reflexionsnebel, die nicht selber leuchten, sondern das Licht der näheren Sterne reflektieren.
Das Siebengestirn ist am Himmel ungefähr viermal so groß wie der Mond zu sehen.
Gemeinsam mit den Hyaden bilden die Plejaden das „Goldene Tor der Ekliptik“.
Auf die Schnelle betrachtet haben die Plejaden eine Ähnlichkeit mit dem Großen Wagen, nur kleiner.
Aufnahme mit einer Canon 5D MK II modifiziert,
Objektiv: Canon EF 180 mm, f3,5 L Macro USM
F: 6,3,
ISO 800
Nachgeführt, nicht geguidet
Gesamt Belichtungszeit 62 Minuten
15 Aufnahmen zwischen 60 und 360 Sek.
darks, Flats
Mit Fitswork gestackt:
Bearbeitet mit Fits, Photoshop und ACDSee 7.
Plejaden-180-mm

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Astrofotografie Nebel Stack Stacks Summenbild

Der Rosettennebel im Sternbild Einhorn

Ich weiß gar nicht, wann man das letzte Mal 3 Nächte hintereinander Sterne sehen konnte, wenn gleich auch bei bescheidener Durchsicht.

Hier eine Aufnahme von gestern mit der soeben astromodifizierten Canon D5 MK II.

Dabei wird der Infrarot Sperrfilter teilweise entfernt und die Kamera deutlich empfindlicher für den roten Wasserstoff Bereich.

Der Rosettennebel im Sternbild Einhorn.
Der Komplex aus verschiedenen NGC Objekten (NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239, NGC 2246) ist ein riesiger Emissionsnebel.
Im Zentrum befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244.
Dieser Sternhaufen bringt den Nebel auch zum Leuchten.

Der Rosettennebel enthält ca. 11.000 x die Masse der Sonne.
Sein Durchmesser beträgt ca. 53 Lichtjahre.
Seine Entfernung wird in der Literatur zwischen 3.000 und 5.000 Lichtjahren angegeben.

Der Rosettennebel hat geschätzt ein Alter von 500.000 Jahren.
Erste Aufnahme mit der astro modifizierten Canon D5 MK II.
9 Aufnahmen a. 10 Minuten.
ISO 800
Canon D5 MK II DA
Skywatcher 80/600 ohne Reducer
nachgeführt, aber nicht geguidet.
Darks, keine Flats
Gestackt mit AstroArt 5,
Bearbeitet mit AstroArt, Fits, Photoshop, ACDSee 7

Stack-mit-Darks_9-x-NGC-2237

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Astrofotografie Nebel Stack Stacks Summenbild

M42, der Orionnebel über Hildesheim

In den letzten Tagen haben ich einen neuen Feather Touch Fokussier mit Focusboss an meinem Teleskop in Betrieb genommen.
Da habe ich mich gestern über halbwegs gute Sicht riesig gefreut, um das Teil mal zu testen.

Canon 5 D MK III am 16″ Orion Dall Kerkham mit 2700 mm Brennweite.

Gesamt Belichtungszeit aus 16 Einzelaufnahmen zwischen 60 und 240 Sekunden zu 34 Minuten, zzgl. Darks und Flats.

Geguidet und gestact mit AstroArt 5 an einem Skywatcher 80/600 mm.

Bearbeitet mit AstroArt 5, Photoshop, Fits, ACDSee 7.0

Der Orion Nebel, auch nach dem astronomischen Katalog von Charles Messier, M42 genannt, erscheint uns mit nahezu Vollmonddurchmessser.

Er ist allerdings 1350 Lichtjahre entfernt.
Im Vergleich dazu, die gemittelte Entfernung von der Erde zum Mond beträgt ca. 1,3 Lichtsekunden.

Der Durchmesser von Messier42 beträgt ca. 30 Lichtjahre. Das sind 12 761 721 843 120 000 km.

M42 ist ein Gebiet mit sehr hoher Sternen Entstehungsrate. Dort lassen sich z. B. Protosterne, also Gaswolken, die sich bereits verdichten und in einem Stern enden werden, beobachten.

M42_21.02.2014

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Astrofotografie Mond

Noch schnell eine Aufnahme

bevor der Mond vollends hinter den Wolken verschwand.

Aufnahme am 12.11.13
Canon 5D MK III
am Orion ODK 16 “
1/2 Sek
F: 6,8
ISO 1600

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Astrofotografie Mond Stack Stacks

Mond am 10.11.2013

Stack mit 8 Aufnahmen vom Mond.
Gestackt mit AstroArt 5.0
Bearbeitung mit Fitswork und ACDSee 6 Pro
Canon 5D MK III am Orion OFD 16″
Stack mit 8 Aufnahmen a 1/45 Sek.,
ISO 1600,
keine interne Rauschunterdrückung

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Astrofotografie Sternenhaufen

H und Chi, ein schöner Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus

NGC 869 und NGC 884 sind zwei schöne Sternhaufen und weisen eine Helligkeit von 4,5m auf.
Die beiden benachbarten Sternhaufen h und Chi Persei sind schon mit bloßem Auge als nebliges Fleckchen zu sehen. Im Fernglas oder im Teleskop bei niedriger Vergrößerung bieten sie einen schönen Anblick, da dann beide Sternhaufen zugleich sichtbar sind.
Der Doppelsternhaufen ist zirkumpolar, d. h., in unseren Breiten ist er das ganze Jahr am Nordhimmel zu sehen.
Sie beiden Sternhaufen sind ca. 7.500 Lichtjahre entfernt.

Aufnahme mit einer Canon 5D MK III an einem Skywatcher 80/600.
Stack von 5 Aufnahmen
Bel. 5 x 120 Sek.
Iso 800
Aufnahme am 2.10.13

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Astrofotografie Nebel

Einzelaufnahme vom Sturmvogel NGC 6960 im Schwan.

Der Sturmvogel ist im West Teil des Cirrus-Nebel im Sterbild Schwan zu finden.

Dieser Nebel besteht aus mehreren filigranen Segmenten mit den Bezeichnungen NGC 6960, 6979, 9692, 6995 und IC 1340.
Der Cirrus-Nebel hat eine Größe von ca. fünf Vollmond Durchmessern und ist knapp 1500 Lichtjahre entfernt.
Zur Erinnerung: 1 Lichtsekunde sind ca. 300.000 km.
Wilhelm Herschel hat ihn 1784 entdeckt.
Der Emissionsnebel und Reflexionsnebel ist der Überrest einer Supernova, die vor etwa 25.000 Jahren stattgefunden hat.
Emissions-Nebel sind Nebel, die selber Licht aussenden, Reflexionsnebeln reflektieren lediglich eingestrahlte Licht von benachbarten Sternen.
Die Aufnahme wurde mit einem UHC Filter gemacht.

Kamera:Canon 5 D MK III
Teleskop: Orion Dall Kirkham 16″
Belichtungszeit:Einzelaufnahme 600 Sek.
Blende:6,8
ISO:1600

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Astrofotografie Nebel

Ostteil des Cirrus Nebel

NGC 6992 und NGC6995, ein Ausschnitt des Cirrusnebel.
NGC6992 und NGC6995 bilden den Ostteil des Nebels.

Für mich einer der schönsten Nebel am Himmel.
Der Cirrusnebel besteht sowohl aus Reflexionsnebeln als auch aus Emmisionsnebeln.

Er ist im Sternbild Schwan zu finden und ca. 1500 Lichtjahre entfernt. Die zahlreichen NGC Objekte sind der Rest einen Supernova, die sich vor ca. 18.000 Jahren ereignet hat.

Der Ursprungsstern der Supernova ist bis heute nicht gefunden worden.

Jede Supernova dehnt sich extrem schnell aus. Dieses Schockfront kollidiert mit interstellarem Staub, der schon vorhanden war. Dabei wird die Materie so stark erhitzt, dass das Gas ionisiert und so zum Leuchten angeregt wird.

Aufnahme mit einer Canon D5 MK III an einem Skywatcher ED 80/600.
6 Aufnahmen zwischen 360 und 1800 Sekunden.
Gestackt mit AstroArt 5.0, bearbeitet mit ACDSee 6 pro und Fitswork.